Häufig gestellte Fragen
Ablauf und Terminvergabe
Wie bekomme ich einen Termin?
Bitte gehen Sie folgendermaßen vor:
- Füllen Sie zunächst das Kontaktformular aus.
- Auf der Startseite können Sie freie Termine einsehen und über die Tymia-App buchen. Falls keine Termine über die App verfügbar sind, antworte ich Ihnen auf Ihre Anfrage mit alternativen Terminvorschlägen.
Was passiert in den ersten Sitzungen (probatorische Sitzungen)?
Die ersten Sitzungen (bis zu fünf sogenannte probatorische Sitzungen) dienen dazu, Ihre aktuelle Situation und Ihre Anliegen genauer zu verstehen, Ziele zu klären und gemeinsam zu entscheiden, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist und ob wir gut zusammenarbeiten können. In dieser Zeit bekommen Sie einen realistischen Eindruck von meiner Arbeitsweise und können in Ruhe entscheiden, ob Sie weitermachen möchten.
Was ist, wenn ich nach der ersten Sitzung nicht weitermachen möchte?
Sie können die Therapie jederzeit beenden. Diese ersten probatorischen Sitzungen sind ausdrücklich dazu da, zu prüfen, ob Sie sich wohlfühlen und ob eine Therapie bei mir passend für Sie ist.
Wie oft finden die Sitzungen statt?
In der Regel findet einmal pro Woche eine Sitzung von 50 Minuten statt. Die Regelmäßigkeit ermöglicht kontinuierliche Arbeit und Fortschritte. Im Verlauf der Therapie können die Abstände gemeinsam - in Abhängigkeit vom Stand der Therapie - angepasst und ggf. verlängert werden.
Wie lange dauert eine Therapie üblicherweise?
Häufig beginnt die Behandlung als Kurzzeittherapie mit bis zu 24 Sitzungen. Wenn weiterer Bedarf besteht, kann eine Umwandlung in eine Langzeittherapie mit insgesamt bis zu 60 Sitzungen erfolgen. Die tatsächliche Dauer hängt von Ihrer individuellen Situation ab und wird regelmäßig gemeinsam besprochen.
Sind Online-Sitzungen möglich?
Aktuell biete ich auch Videositzungen an. Die rechtlichen Rahmenbedingungen können sich ändern; daher bitte ich Sie, dies vorab zu bestätigen. Ob eine Online-Therapie in Ihrem Fall sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam – abhängig von Ihrem Anliegen, dem Stand der Therapie und Ihren persönlichen Präferenzen.
Inhalte und therapeutische Arbeitsweise
Mit welchen Themen arbeite ich?
Ich biete Verhaltenstherapie bei verschiedenen psychischen Belastungen an, unter anderem bei Angststörungen, depressiven Symptomen, Anpassungsstörungen (z. B. nach Trennung, Krankheit oder Umzug), Stress und Burnout, Problemen mit dem Selbstwert, zwischenmenschlichen Schwierigkeiten sowie beim Umgang mit wichtigen Lebensveränderungen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Anliegen „therapiewürdig“ ist, können Sie sich gerne unverbindlich melden.
Ist Therapie nur „reden“?
In der kognitiven Verhaltenstherapie sprechen wir über Ihre Erfahrungen und Muster, entwickeln aber auch konkrete Übungen und erproben neue Verhaltensweisen im Alltag. Therapie ist ein gemeinsamer, aktiver Prozess, den wir zusammen gestalten.
Brauche ich eine Diagnose oder Überweisung, um mit der Therapie zu beginnen?
Nein. Sie benötigen keine formale Diagnose oder Überweisung, bevor Sie Kontakt aufnehmen. In den ersten Sitzungen klären wir gemeinsam, ob eine psychische Störung im Sinne der Richtlinien vorliegt und ob eine Psychotherapie angezeigt und hilfreich ist.
Kosten, Versicherung und Rahmenbedingungen
Kann ich zu Ihnen kommen, wenn ich gesetzlich versichert bin?
Meine Praxis ist eine Privatpraxis ohne Kassenzulassung. Das bedeutet, dass ich nicht direkt mit gesetzlichen Krankenkassen abrechnen kann. Als gesetzlich Versicherte/r nehmen Sie die Behandlung als Selbstzahlerleistung in Anspruch.
Was kostet eine Sitzung für Selbstzahler:innen?
Für Selbstzahler:innen beträgt das Honorar 134,06 Euro pro Sitzung à 50 Minuten, in Anlehnung an die Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP). Sie erhalten eine Rechnung, die per Überweisung beglichen werden kann.
Was kostet die Therapie für Privatversicherte und Beihilfe-Berechtigte?
Für privat versicherte Patient:innen und Beihilfe-Berechtigte erfolgt die Abrechnung nach der jeweils gültigen Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP). In welchem Umfang die Kosten übernommen werden, hängt von Ihrem individuellen Vertrag ab. Bitte erkundigen Sie sich vor Therapiebeginn direkt bei Ihrer Versicherung. Eine Übersicht zur GOP finden Sie auf der Seite der
Bundespsychotherapeutenkammer.
Wie zahle ich?
Sie erhalten eine (in der Regel monatliche) Rechnung, die per Banküberweisung bezahlt wird. Privatversicherte Patient:innen reichen die Rechnung bei ihrer Versicherung ein, entsprechend den Bedingungen ihres Tarifs.
Erreichbarkeit und Notfälle
Sind Sie für Notfälle erreichbar oder fungieren Sie als Notfallkontakt?
Zwischen den Sitzungen kann nach Absprache Kontakt stattfinden, wenn dies sinnvoll ist. In dringenden Situationen können zusätzliche Termine oder Telefonate möglich sein. In akuten Krisen oder Notfällen wenden Sie sich bitte an die nächste psychiatrische Klinik oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. In Bonn steht Ihnen z. B. die Aufnahmestelle und Krisenambulanz der LVR-Klinik Bonn, Kaiser-Karl-Ring 20, 53111 Bonn, Telefon 0228 551 1, zur Verfügung.
Vertraulichkeit und weitere Fragen
Wird meine Krankenversicherung von der Therapie erfahren?
Das hängt von der Zahlungsweise ab:
- Bei Selbstzahlung: Nein. Es werden keine Informationen an Ihre Krankenversicherung übermittelt.
- Bei Kostenerstattung durch private Krankenversicherung oder Beihilfe: Ja. Die Versicherung erhält die notwendigen Informationen wie die Diagnose und gegebenenfalls einen Behandlungsantrag, der anonymisiert durch einen Gutachter geprüft wird.
Gibt es Nebenwirkungen oder Risiken bei einer Psychotherapie?
Psychotherapie gilt allgemein als sicher, doch wie bei jeder wirksamen Behandlung können Nebenwirkungen auftreten. Die häufigsten sind:
Emotionale Nebenwirkungen: Schwierige Gefühle wie Traurigkeit, Angst, Wut oder Erschöpfung können vorübergehend zunehmen, wenn belastende Themen bearbeitet werden oder Veränderungen im Alltag umgesetzt werden.
Auswirkungen auf Beziehungen: Veränderungen in Ihrem Verhalten – beispielsweise wenn Sie beginnen, Grenzen zu setzen oder Ihre Bedürfnisse klarer zu äußern – können bei Partner, Familienmitgliedern oder Kollegen auf Widerstand stoßen und zunächst zu Spannungen oder Konflikten führen.
Diese Reaktionen sind nicht zwangsläufig ein Zeichen dafür, dass die Therapie „schiefläuft", sondern sollten offen in den Sitzungen besprochen werden, damit wir das Tempo und den Fokus an das anpassen können, was für Sie bewältigbar und hilfreich ist. Je nach individueller Situation können auch andere Nebenwirkungen auftreten, die wir dann gemeinsam besprechen.
